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Mike Chandler steht kurz vor seinem wohlverdienten Ruhestand. Mit seinem Partner und Schwiegersohn Steve MacAvoy ist er auf einer seiner letzten Routinefahrten unterwegs. Im Schlepptau haben sie den 15-jährigen Kenny, den das Gericht wegen einer Gewalttat zu einer Mitfahrt verdonnert hat. Doch plötzlich wendet sich das Schicksal und die drei werden in einen brutalen Banküberfall mit schwerbewaffneten Männern verwickelt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“

Es ist ein Auf und Ab; ein Hin und Her; ein wellenartiges Abkommen, welches Nicolas Cage (Wild at Heart) mit der Filmlandschaft geschlossen hat: Wenn ihr ein sehenswertes Werk bekommt, dann müsst ihr euch im nächsten Schritt auf drei umso fürchterlichere einstellen. Mit Mandy, einer wahren Sensation von cineastischem Grenzkontakt, hat es Nicolas Cage in diesem Jahr wieder ein Stück weit gemeistert, sich auch mit Feuilleton auszusöhnen. Jedoch nur so lange, bis dieses sich wieder halbwegs gewahr darüber wird, dass Mandy in seiner formvollendeten Couleur eine Ausnahmeerscheinung bleibt. Die Wahrheit ist eine andere und trägt Titel wie The Humanity Bureau – Flucht aus New America, Vengeance – Pfad der Vergeltung oder eben 211 – Cops Under Fire, dem neusten Eintrag in das Portfolio des Grauens des Cage'schen Schaffens.

Die Geschichte basiert auf der sogenannten North-Hollywood-Schießerei aus dem Jahre 1997, die nach wie vor aus dem Grund erhöhte Aufmerksamkeit erfährt, weil sich in diesem Fall eine militärisch ausgebildete Räuberbande eine sagenhafte Straßenschlacht mit der Polizei von Los Angeles lieferte: Ein Verschleiß von über 1100 Kugeln Munition, fast absurd großes Geschütz und ein Schusswechsel von allmählich 60 Minuten sind die Merkmale, die das einschneidende Ereignis der US-amerikanischen Polizeihistorie zum rentablen Stoff für einen adrenalingeladenen Action-Film machen. Das dachte sich vermutlich auch York Shackleton (1 Out of 7), jedoch fehlen ihm unzweifelhaft die handwerklichen Kompetenzen, um dem auf Tatsachen beruhenden Sujet in irgendeiner angemessenen Form gerecht zu werden. 211 – Cops Under Fire ist keine heimliche Perle, sondern eine künstlerische Bankrotterklärung.

York Shackleton und sein Drehbuch-Protegé Stefan Faldbakken geben sich durchweg damit zufrieden, jedwedes Klischee des Polizeikinos aneinanderzureihen, was 211 – Cops Under Fire folgerichtig zu einem extrem kraftlosen, uninspirierten und in seinen altbackenen Motiven hinreichend verkümmerten Genre-Vertreter macht. Dunkle Machenschaften zwischen besitzgierigen Geschäftsmännern und einem gnadenlosen Sölderkommando bringen hier ein Action-Thriller-Szenario ins Rollen, in dem Nicolas Cage als Bulle Mike Chandler kurz vor dem Ruhestand steht und sein Partner wie Schwiegersohn Steve McCoy (Dwayne Cameron, McLaren) natürlich das Scharnier zur entfremdeten Beziehung zu seiner Tochter Lisa (Sophie Skelton, Day of the Dead: Bloodline) darstellt. Im Verlauf der Handlung geht es somit also nicht nur um den friedlichen Erhalt des Gemeinwohls, sondern auch darum, persönliche Schicksale aufzuhellen. Selbstredend ohne wirkungsvollen Inszenierungsimpuls.

Wenn sich zu den beiden Polizisten dann auch noch das Mobbingopfer Kenny (Michael Rainey Jr., Der Butler) gesellt, der den Initiatior seiner Schikane mit einem gepflegten Kinnhaken auf die Bretter geschickt hat und eine Dienstfahrt als erzieherische Disziplinarmaßnahme aufgebrummt bekommt, schält sich in 211 – Cops Under Fire der mangelhafte Umgang mit Emotionen und deren Fallhöhe besonders deutlich heraus. Erschütternd neben dem inhaltlichen Ödland ist auch, wie schmucklos Shackleton seinen Film gestaltet hat: Ausgeblichene, erkaltete Bilder sprechen hier nicht die Sprache naturalistischer Nüchternheit, sondern verweisen geradewegs auf den Produktionsstandard: Der in Bulgarien heruntergekuebelte 211 – Cops Under Fire ist ungelenke, dilettantische Stangenware aus der unteren DTV-Ramschkiste. Sicherlich nicht der Anspruch von Nicolas Cage – gemessen an seinen atemberaubenden Qualitäten sowhol als Gaga- wie auch seriöser Performer -, aber allzu oft seine Realität.

Fazit

Dröge Action-Thriller-Schlaftablette, die sich angeblich an ein auf Tatsachen beruhendes Ereignis bindet, in Wahrheit aber vor allem erschreckend uninspiriert jede Klischees des Polizeikinos fleddert. "211 – Cops Under Fire" ist so schmuck- wie hilflos und bestätigt leider um ein weiteres Mal den Ruf von Nicolas Cage, nur ein Vielfilmer zu sein, der seine Schulden abbaut.

Autor: Pascal Reis

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