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1899: Um einen Weltkrieg zu verhindern, engagiert die britische Regierung eine Gruppe von außergewöhnlichen Menschen mit speziellen Fähigkeiten. Der Abenteurer Allan Quatermain, Captain Nemo, die Vampirin Mina Harker, der unsichtbare Rodney Skinner, der unsterbliche Dorian Gray, der US-Agent Tom Sawyer und Dr. Henry Jekyll aka Mr. Edward Hyde machen sich auf die Jagd, um das "Phantom" davon abzuhalten diesen Krieg auszulösen. Doch das erweist sich als schwerer als erwartet, denn dieser hat seine Spione überall.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Man muss wahrlich kein ausgewiesener Literaturwissenschaftler sein, um mit Namen wie Dorian Gray, Captain Nemo und Tom Sawyer etwas anfangen zu können. Vielleicht weiß man ihre Auftritte in den jeweiligen Meilensteinen der Weltliteratur nicht im Detail widerzugeben, dass es sich bei diesen aber um prägende Ikonen der viktorianischen Literatur handelt, die es auch ein ums andere Mal auf die große Leinwand geschafft haben, sollte zur Allgemeinbildung gehören. Ebenso klar dürfte sich der Umstand beweisen, dass sich diese Romangestalten zwar eine Epoche geteilt haben, sie im Endeffekt aber rein gar nichts miteinander zu tun hatten: Anküpfungspunkte zwischen Das Bildnis des Dorian Gray, 20.000 Meilen unter dem Meer und Die Abenteuer des Tom Sawyer sucht man letzten Endes wohl eher vergeblich.

Alan Moore und Kevin O'Neill, die auch schon die Geschichte des wohl bekanntesten Serienmörders der Populärkultur, Jack the Ripper, in Form einer hochwertigen Graphic Novel namens From Hell aufbereitet haben, steuerten diesem Fakt entschieden entgegen. In ihrem Comic Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen schließen sich nicht nur Dorian Gray, Captain Nemo und Tom Sawyer zusammen, um das britische Empire vor den terroristischen Energien des sogenannten Phantoms zu beschützen. Ihnen dürfen sich außerdem Mina Harker, Der Unsichtbare, Dr. Jekyll (und damit auch Mr. Hype) sowie Allan Quatermain anschließen, was ein Crossover-Happening der ganz besonderen Sorte verspricht. Und tatsächlich wurden Alan Moore und Kevin O'Neill für ihr durchaus mutiges Fabulieren weitreichend gelobt, was postwendend eine Verfilmung des eigenwilligen Stoffes auf den Plan rief.

Wer heute allerdings auf Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen spricht, schwärmt keinesfalls von einem phantastischen Blockbuster, der den schier endlosen Möglichkeiten der darstellenden Kunst Tribut zollt. Erwähnt wird in erster Linie, dass dieser Film der ausschlaggebende Grund dafür gewesen sein soll, dass das prominente Zugpferd im Bunde, Sean Connery (James Bond 007 - Goldfinger), seine Karriere an den Nagel gehangen hat und sich, bis heute, in den Ruhestand zurückzog. Obgleich Regisseur Stephen Norrington, der sich mit Blade einst für einen wahren Kult verantwortlich zeigen durfte, im Anschluss seiner Regiearbeit bei Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen die Spezialeffekte für den vergessenswerten Exorzist: Der Anfang beisteuern durfte, ist auch um seine Person seitdem verdächtig still geworden.

Das lässt natürlich auf ein wahres Debakel schließen - und der allgemeine Rezeptionskanon bemüht sich auch offenkundig darum, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen als einen furchtbaren Film in Erinnerung zu behalten. Dass Stephen Norringtons vierte Regiearbeit nicht gelungen ist, steht außer Frage, allerdings scheitert das Crossover-Spektakel immerhin kurzweilig. Wo dieses alternative Universum kurz vor der Jahrtausendwende zu Beginn noch mit einigen gelungenen Cyber-Punk-Anleihen aufwartet und eine Gruppendynamik im Resonanzraums des literarischen Heldentrupps durchaus existent scheint, verliert sich das ohnehin reichlich löchrige Narrativ zusehends im Lärm des einfallslosen, akzeptabel bis miserabel getricksten Actiongewitters. Die Eleganz der Ära jedenfalls findet zu keiner Zeit ihre erzählerische Entsprechung, vielmehr ist das Instrumentalisieren der Ikonen der Weltliteratur ein grobschlächtiges Unterfangen, welches sich ungezwungener als überbordender Unsinn hätte begreifen müssen.

Fazit

Dass Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen der Grundstein dafür sein soll, dass Sean Connery seine Karriere an den Nagel gehängt hat, lässt sich anhand der Qualität des Films nicht wirklich bestätigten. Mit Sicherheit ist das Crossover-Spektakel von Stephen Norrington kein gelungener Film, das Blockbusterkino hat aber schon deutliche schlimmere Auswürfe auf die Leinwand gebracht. Der Uff-Faktor hält sich in Grenzen, über Gebühr in Schutz nehmen muss man Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen aber auch nicht.

Autor: Pascal Reis

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