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In der Zukunft ist die Zombieseuche ausgebrochen, doch hat man die Situation leidlich unter Kontrolle dank eines implantierten Medikaments namens Zombrex, welches frisch Infizierten verabreicht wird und einen Ausbruch der Krankheit verhindert. Die echten Zombies wüten derweil in sogenannten Quarantänezonen herum, wo im Übrigen auch der sinistre General Lyons seinen Stützpunkt unterhält und plant, alle Infizierten zu vernichten. Enthüllungsreporter Chase Carter kommt ihm auf die Schliche, gerät dabei jedoch in höchste Gefahr.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Überall, wo man heutzutage hinschaut, scheint man Zombies zu entdecken: Die Kino-, Serien- und Videogamemärkte jedenfalls sind regelrecht überflutet vom Überangebot an dahinsiehenden Wiedergänern, die sich bereits in den frühen 1930er Jahren (White Zombie von Victor Halperin) ihren Platz in unserer popkulturellen Wahrnehmung ergattern konnten. Natürlich ist es aber vor allem Altmeister George A. Romero und seiner zu Recht kultisch verehrten, einst mit Night of the Living Dead ins Leben gerufenen "...of the Dead"-Trilogie zu verdanken (oder: anzukreiden?), dass die schlurfenden Menschenverzehrer es überhaupt geschafft haben, eine derart beständige Rolle innerhalb unseres medialen Konsums spielen zu dürfen. Und welche reaktivierende Bedeutung das Format The Walking Dead für die Welt der fresstriebgesteuerten Untoten genießt, muss an dieser Stelle wohl kaum erklärt werden: Zombies sind salonfähig geworden.

Warum eine erfolgreiche Videospielreihe wie Dead Rising, in der es nicht zuletzt darum geht, massenweise Zombies mit möglichst kreativen Kombinationen aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen abzuschlachten, nun auch mit einer filmischen Entsprechnung bedacht sind, erklärt sich wohl von allein. Immerhin aber muss man entgegen aller schwarzmalerischer Vorahnungen zugeben, dass sich Dead Rising: Watchtower keinesfalls mit katastrophalen Gameadaptionen der Marke House of the Dead gleichstellen lassen muss, hat Zach Lipovsky in der ersten Hälfte des Films doch eine wirklich akkurate Verfilmung der gleichnamigen Vorlage abliefert und nicht nur durch Hektoliter an Kunstblut überzeugen können, sondern durch die flexible Kameraarbeit, die das Seuchenszenario gekonnt mit Dynamik auskleidet. Das Problem, mit dem nun auch die Fortsetzung Dead Rising: Endgame zu kämpfen hat, war vielmehr der bescheidene Versuch, eine ernstzunehmende Geschichte zu erzählen.

Ohne Aufwärmphase setzt Dead Rising: Endgame genau dort an, wo Dead Rising: Watchtower abgeschlossen hatte: Die Regierungs- respektive Militärverschwörung wurde erkannt, ein Genozid, der den Tod von Millionen von Menschen umfassen könnte, steht auf dem Spiel und die Zeit, diesen zu verhindern, läuft gnadenlos gegen unsere Protagonisten Chase (Jesse Metcalfe), Jordan (Keegan Connor Tracy) und Jill (Jessica Harmon). Natürlich ist die Handlung von Dead Rising: Endgame oftmals Mittel zum Zweck, um die Hauptdarsteller in, stilistisch erneut ziemlich wertig umgesetzte, Kämpfe mit den Zombies zu schicken. Pat Williams (Continuum) aber zeigt sich in der Umsetzung deutlich bodenständiger, schraubt den splattrigen Spaßfaktor etwas herunter und verschreibt sich einem organischen Verlauf der Story. Das enttäuscht natürlich jene Zuschauer, die mit einer grellen Schlachtplatte gerechnet haben, garantiert aber eine ausgewogenere Narrativkohärenz.

Fazit

Wenngleich "Dead Rising: Endgame" besser erzählt ist als der Vorgänger, so darf letztlich doch keine Hoffnung dahingehend geschöpft werden, dass Pat Williams einen sinnstiftenden Film abgeliefert hat. Wer sich damit anfreunden kann, dass der splattrige Spaßfaktor etwas zurückgeschraubt wurde und das Hauptaugenmerk auf der Verhinderung eines etwaigen Genzoids liegt, der darf sich "Dead Rising: Endgame" gerne anschauen. Eines indes ist weiterhin sicher: Wenn es zum Kampf gegen Zombies kommt, dann suppt der CGI-Lebenssaft freilich.

Autor: Pascal Reis

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