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Serge Buren, ein legendärer Polizist, führt eine Gruppe von jungen Beamten an, die alle für ihre unkonventionellen Methoden bekannt sind. Doch wie illegal diese auch sind - Buren liefert immer gute Ergebnisse. Egal ob Banken oder Juweliere ausgeraubt werden, Buren und sein Team sind sofort an Ort und Stelle und nehmen die Verfolgung auf. Doch dann kommt es zu einer Serie von brutalen Überfällen, denen sich Buren und seine Truppe gegenübergestellt sehen. Durch die gewaltsame Rohheit der Verbrechen beginnen sie ihr eigenes Vorgehen zu überdenken, das auch von dem neuen Kommissar nicht mehr gebilligt wird. Dieser will das Team wieder an die traditionelle Arbeitsweise heranführen...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit „Die Horde“ vermischten die beiden französischen Regisseure Benjamin Rocher und einen knallharten Cop-Actioner mit dem pessimistischen und ultra-brutalen Zombiehorror. Das Ergebnis erfreute viele Genre-Fans und sorgte bei den deutschen Zensurbehörden für durchgängiges Kopfschütteln. Danach folgte mit „Goal of the Dead“ ein weiterer Film über Untote, diesmal gezwängt in ein mäßig komödiantisches Fußball-Konzept. Nun versucht sich Rocher erstmals alleine als Regisseur und als ob er als Solo-Inszenator nicht an die Machbarkeit einer weiteren Genre-Symbiose glaubte, präsentiert er uns nun mit „Antigang“ einen klar strukturierten Cop-Thriller, mit Jean Reno, dem Vorzeigedarsteller des international beachteten, modernen, französischen Kinos in der Hauptrolle.

Dieser spielt Serge, den Anführer einer nicht gerade zimperlichen Gruppe von Polizisten, die gerne auch einmal mit Baseballschlägern Probleme löst und dabei mehr als einmal ins Visier ihres Chefs gelangen. Dass Serge dazu noch mit der Frau seines Vorgesetzten eine Affäre hat, macht seinen Arbeitsalltag auch nicht einfacher. Zum Glück hat er mit Nils (Alban Lenoir) nicht nur einen Kollegen, sondern auch einen guten Freund, der ihm zur Seite steht. Aber auch auf den Rest seiner Einheit kann sich der bärige Sergeverlassen und so dauert es nicht lange, bis sie einem alten Bekannten auf der Spur sind, der mit einigen anderen Kriminellen rüksichtslos seine Ziele verfolgt. Eher sich Serge versieht, stecken er und sein Team mittendrin im Kampf gegen einen Gegner, der in Sachen Härte ebenfalls keine Kompromisse macht.

Rocher inszeniert das alles ohne größere Mätzchen. „Antigang“ (übrigens ein Remake des britischen Films "The Crime") hat so gut wie kein Gramm Fett zu viel auf den Rippen und huldigt den alten Cop-Klischees nicht mit besonders großem Scharfsinn dafür mit Dampf unterm Kessel. Dabei ist immer wieder ersichtlich, bei welchen Genre-Vorbildern er sich bedient. Vor allem Michael Manns Cop-gegen-Ganster-Epos „Heat“ und Gareth Evans' „The Raid 2“ stand in Sachen Action deutlich Pate. Wenn „Antigang“ nach gut 50 Minuten eine scheinbar endloses Duell der Projektile in der Pariser City präsentiert, ist die Verbeugung vor der legendären Straßenschießerei aus Manns Meisterwerk mehr als offensichtlich. Die Kinetik und Intensität seiner Vorbilder erreicht Benjamin Rocher dabei zwar nie, für ordentliche Kurzweil reicht es aber dennoch.

Zu schade, dass der Film gegen Ende kein wirklich überzeugendes Finale hinbekommt, obwohl doch alle Ingredienzien und vor allem die passende Situation dafür vorhanden sind. Auch wirkt der Showdown mehr schlecht als recht montiert. War die Verfolgungsjagd mit automatischen Waffen durch Paris noch gelungen geschnitten und inszeniert, kann man dieses Kompliment dem letzten, actionreichen Aufbäumen von „Antigang“ leider nicht bescheinigen. Nimmersatte Actionfans werden das aber gewiss verzeihen, denn Rocher verspricht letzten Endes nichts, was er auch nicht halten kann. Sein erster Solo-Film will nicht mehr sein, als ein einfaches Abhandeln, bekannter Genre-Standards und genau das wird hier auch geboten.

Garniert ist das alles mit einer guten Portion Kompromisslosigkeit (auch wenn es durchaus Vertreter gibt, die noch um einiges rabiater zu Werke gehen) und einem Jean Reno, der hier ganz gewiss keine denkwürdige Leistung abliefert, der aber genau die richtige Präsenz mitbringt, damit „Antigang“ trotz Fehlern gut funktioniert.

Fazit

„Antigang“ erweist sich als Cop-Actioner, der dank der sturen Präsenz seines bekannten Hauptdarstellers und einigen Verbeugungen vor anderen Genre-Vertretern durchaus gut funktioniert. Leider schwächelt er beim großen Finale. So bleibt es ein Genre-Snack, der sich weder wirklich negativ noch überschwänglich positiv in den Erinnerungen festkrallt. Ein Film für den Moment. Solche muss es auch geben.

Autor: Sebastian Groß

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