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Ich bin Jacks Drang Fakten zu erfahren - Das große Faktenspecial zu "Fight Club"

Stu

Von Stu in Ich bin Jacks Drang Fakten zu erfahren - Das große Faktenspecial zu "Fight Club"

Ich bin Jacks Drang Fakten zu erfahren - Das große Faktenspecial zu "Fight Club" Bildnachweis: © 20th Century Fox | Edward Norton kann sich in „Fight Club“ wohl ganz gut leiden
Schon wieder feiert ein Meisterwerk des Kinos Geburtstag und schon wieder haben wir ein Faktenspecial gemacht, aus dem einfachen Grund, da wir von Moviebreak leider echt beschissene Bäcker sind. Kuchen fällt also flach. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch zu 15 Jahren „Fight Club“ und viel Spaß mit den Fakten.


Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club.


Im Film verstecken sich zwei Anspielungen auf die beiden Hauptdarsteller, jeweils verpackt als Anzeigetafel eines Kinos. Einmal ist ein Kino zu sehen, in dem der Abenteuerfilm „Seven Years  in Tibet“ zu sehen ist, eins anderes Mal sieht man in der Ferne ein Kino, das aktuell „The People vs. Larry Flynt“ in Programm hat. Im Abenteuerfilm spielt Brad Pitt den Bergsteiger Heinrich Harrer, im Flynt Biopic spielt Norton den Anwalt Alan Isaacman. Beide Filme beruhen auf wahren Lebensgeschichten.

Fight Club“ ist wahrlich ein echter „Männerfilm“. Es gibt zwar Marla Singer als wichtige, weibliche Figur, ansonsten sind im Film aber nur noch vier andere Frauen zu sehen, die auch etwas sagen (die Selbsthilfegruppenleiterin, die todkranke Chloe, eine Flugzeugpassagierin und eine Stewardess).

Der Pinguin, den der Erzähler in einem Tagtraum in einer Eishöhle trifft wurde von den Blue Sky Studios animiert. Die Firma blieb danach nicht nur 20th Century Fox treu, sondern auch dem Eis. Blue Sky Studios machten später nämlich u.a. die „Ice Age“-Filme.

Die zweite Regel des Fight Clubs lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club!

Ebenfalls computeranimiert ist der Atem, bzw. Rauch von Marla Singer, den sie dem Erzähler in den Mund bläst, in einem seiner anderen Tagträume. Dieser Atem ist exakt derselbe wie in „Titanic“. Genau genommen stammt er aus der Szene, in dem Rose nach dem Untergang des Schiffs auf einer Tür treibt und ihr Geliebter kurz davor ist, den Kältetod zu sterben.

Nach dem Tyler und Marla Sex hatten, sagt sie zu ihm  „I want to have a Aborton“ (dt.: „Ich will eine Abtreibung“), so geschieht es zumindest im Buch von Chuck Palahniuk. Dieses Zitat wollte Regisseur David Fincher auch genauso im Film haben, doch Produzentin Laura Ziskin war dagegen. Fincher einigte sich mit ihr darauf, dass er ein neues Zitat für die Szene benutzt, aber Ziskin danach keine Optionen mehr besitzt, dieses verändern oder verbieten zu lassen. Sie willigte ein. Letztlich hat Ziskin es nur schlimmer gemacht, denn nun sagt Marla nach dem Sex „I haven't been fucked like that since grade school" (dt.: „So wurde ich nicht mehr gefickt seit der Grundschule“).

Wie wird der Name Chuck Palahniuk eigentlich korrekt ausgesprochen? Hier gibt’s die Antwort.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde “Fight Club” für längere Zeit aus den Spielplänen der TV-Sender genommen. Warum? Habt ihr etwa die letzte Szene vergessen? Interessant ist jedoch, dass „Fight Club“ in der Zeit nach 9/11 zu den an meisten ausgeliehenen Filmen der USA zählte, zusammen der Hochhausaction „Stirb Langsam“ sowie dem Terroristen-entführen-Flugzeug-Thriller "Einsame Entscheidung".

Die dritte Regel des Fight Club lautet: Wenn jemand Stopp ruft, schlappmacht, abklopft, ist der Kampf vorbei.


Zunächst war vorgesehen, dass die von Tyler im Film genannten Rezepturen zur Sprengstoffherstellung absolut korrekt sind. Wenig später entschied sich Fincher aber dazu, keine echten Anleitungen fürs Bombenbauen in den Film aufzunehmen.

Auf späteren DVD- und Blu-ray-Editionen des Films ist neben dem obligatorischen Warnhinweis, dass Raubkopien böse sind noch eine kleine Warnung versteckt. Diese ist aber nur sehr kurz zu sehen und stammt von Tyler. Hier könnt ihr euch sie ganz in Ruhe ansehen.

Noch ein kleiner Heimkino-Streich, diesmal aber nur auf der (wahrscheinlich) US-Blu-ray zu finden: Bevor man zum richtigen Menü des Films kommt, sieht man zuvor für ca. 10 bis 15 Sekunden das Menü des Films „Ungeküsst“ (Originaltitel: „Never been kissed“) mit Drew Barrymore. Die Anzahl der Blu-ray-Käufer, die die Scheibe beim Entdecken des Fake-Menüs gleich wieder aus dem Player geworfen haben und den Film beim Händler umtauschen wollten, ist leider nicht bekannt.

2004 erschien für die Playstation 2 sowie die Xbox ein „Fight Club“-Spiel. Es handelte sich um ein Beat ‘em Up (auch Prügelspiel genannt), in dem man mit den bekannten Charakteren gegeneinander kämpfen konnte. Der Erzähler hieß im Spiel Hero und als Extra-Kämpfer konnte man Sänger Fred Durst freispielen. Das Game war kommerziell wie qualitativ ein Flop.

Das es im ersten Drittel des Films immer wieder Einblendungen von Tyler Duren gibt und dieser, wenn der Erzähler in einem Hotelzimmer sitzt und sich ein Bonbon genehmigt, im Fernsehen als Kellner zu sehen ist, dürften die meisten wohl wissen. Aber ist euch schon einmal aufgefallen, dass David Fincher in jeder Szene einen Becher von Starbucks untergebracht hat? Manchmal ist es klar zu erkennen, oft muss man sehr genau hinsehen.

Die vierte Regel des Fight Clubs: Es kämpfen jeweils nur zwei.

Es gibt neben den erwähnten Einblendungen aber noch eine andere sehr bekannte im Film zu bestaunen. Während der letzten Szene wird kurz ein Penis eingeblendet (eine Anspielung auf Tylers Hobby, als Filmvorführer eines Kinos Pornobilder in Kindertrickfilm reinzuschneiden). Schnell nach Filmstart ging das Gerücht um, es sei der Schwengel von Brad Pitt. Dieser sowie David Fincher dementierten das Gerücht aber immer wieder. Also, wer kennt diesen Schwengel? Wer hat ihn vielleicht schon einmal irgendwo anders gesehen? Hinweise nimmt jede offizielle Moviebreak-Dienststelle in Ihrer Nähe entgegen. Vielen Dank. Wir fragen derweil vorsichtshalber mal Angelina Jolie.

Finchers Vorhaben Tyler Durden ins Opening-Logo von 20th Century Fox zu schneiden, wurde ihm von der höchsten Stelle untersagt.

Helena Bonham Carter gab ihrem Makeup-Artist die Anweisungen, sie nur mit der linken Hand zu schminken. Sie war der Ansicht, dass Marla eine Frau ist, die sich nicht darum kümmert, ob sie gut geschminkt ist.

Die Telefonnummer von Tyler Durden (555 – 0134) ist die exakt selbe Nummer, die auch die Figur des Teddy in Christopher Nolans verschachtelten Amnesie-Thriller „Memento“ hat. Aber auch in Filmen wie „Harriet, die kleine Detektivin“, „Männerzirkus“ und in einer Episode der Mysteryserie „Millennium“ , dort ist es die Nummer einer Anstalt, wurde diese Telefonnummer bereits verwendet.

In der Szene, in der Tyler und der Erzähler betrunken Anarcho-Golf spielen, waren Pitt und Norton wirklich alkoholisiert. Die Golfbälle, die die beiden schlugen, trafen dabei die Seite des Cateringtruck.

Die fünfte Regel des Fight Club: Nur ein Kampf auf einmal.

Die Szene, in der der Chef des Erzählers (Zach Grenier) Dokumente des Fight Clubs im Firmenkopierer findet und den Erzähler darauf anspricht, war bei den ersten Testvorführungen immer ein großer Hit. Es wurde vor allem viel gelacht, wenn der Chef zu hören bekommt, er sollte sich mit dem Besitzer dieser Dokumente nicht anlegen, weil dieser sonst Amok laufen könnte. Bei späteren Testvorführungen, die nach dem Amoklauf von Columbine stattfanden, kam diese Szene dann nicht mehr so gut an. Viele hielten sie für geschmacklos. Fox bat David Fincher darum, die Szene zu entfernen. Er lehnte ab.

Rockstar Meat Loaf erhielt für seine Darstellung des Bob viele lobende Worte. Für ihn waren die Dreharbeiten aber die reinste Tortur. Der Fatsuit, inklusive der künstlichen Brüste, wog fast 50 Kilogramm, war mit Vogelfutter gefüllt und versaute dem eh schon properen Meat Loaf die Ausdauer, so dass am Set immer etwas Sauerstoff in Form eines Beatmungsgerät für ihn bereit stand. In einer Szene des Films kann man es sogar im Hintergrund erblicken.

Es gab insgesamt 2 Fatsuits. Einer für den normalen Einsatz und einer für die Kampfszenen. Der Kampf-Anzug missfiel Fincher aber, weil er glaubte die Kampfszene zwischen dem Erzähler und Bob würde an Wucht verlieren, wenn der Zuschauer andauern aufgedunsene, gigantische Männerbrüste umherspringen sieht. Deswegen verstößt Meat Loaf als Bob auch ungestraft gegen…

Die sechste Regel des Fight Club lautet: Keine Hemden, keine Schuhe.

Norton und Pitt besuchten als Vorbereitung für “Fight Club” einen Workshop zum Thema “Wie mache ich Seife”. Klingt nicht so spaßig.

Brad Pitt und Helena Bonham Carter hatten da wohlmöglich mehr Spaß. Sie nahmen für ihre Sexszenen im Film ganze drei Tage lang Orgasmusgeräusche auf.

Die drei Detectives, die im Film vorkommen, heißen Det. Andrew, Det. Kevin und Det. Walker. Eine Anspielung an den Drehbuchautor Andrew Kevin Walker, der bei “Fight Club” als im Abspann ungenannter Co-Autor mithalf und zuvor u.a. das Drehbuch zu “Sieben” verfasste, David Finchers großem Durchbruchfilm.

In der Szene, in der der Erzähler Marla nur um 15 Sekunden ihrer Aufmerksamkeit bittet hat einen netten Gag eingebaut. Denn nach 15 Sekunden ist eine Klingel zu hören.

Die Pseudonyme, die der Erzähler bei dem Selbsthilfegruppentreffen benutzt sind Hommagen an verschiedene Film. Cornelius geht auf „Planet der Affen“ zurück, die Namen Rupert und Travis auf die Robert De Niro / Martin Scorsese-Filme „King of Comedy“ und „Taxi Driver“. Der Name Rupert könnte aber auch eine Anspielung auf den Medienmogul Rupert Murdoch sein. Mehr zu ihm gleich.

Wie so oft gibt es Unterschiede zwischen dem Roman und seiner Verfilmung. So mag der Erzähler im Roman seinen Chef und erpresst diesen auch nicht, fügt sich zusammen mit Marla Wunden via Zigarettenglut zu und trifft gleich zu Beginn auf Tyler, während eines Urlaubs. Des Weiteren stammt das Seifenfett nicht aus einer Schönheitsklinik, sondern von Marlas toter Mutter.

Die siebte Regel des Fight Club: Die Kämpfe dauern genau solange, wie sie dauern müssen.

Trotz der Unterschiede gibt Chuck Palahniuk freimütig zu, dass er den Film lieber mag als seinen Roman.

Rosie O’Donnell war in den 1990er Jahren die wohl populärste Talkshow-Moderatorin des US-Fernsehens, neben Oprah Winfrey. Als „Fight Club“ in die Kinos kam, gab sie in ihrer Show an, den Film zuvor in einem Presse-Screening gesehen zu haben. Hat er ihr gefallen? Nein, ganz und gar nicht. Und was tut man dann? Richtig, man trollt rum und verrät den anderen das Ende des Films. O’Donnell verriet also in der Primetime auf einem großen US-Sender die Auflösung von des Films. Das Fincher, Norton, Pitt und viele Filmfans ihr das bis heute übel nehmen dürfte wenig verwundern.

So, jetzt machen wir mal Miss O’Donnell nach und spoilern das Ende.1… 2… 3: Der Erzähler und Tyler Durden sind ein und dieselbe Person. Okay, die Auflösung von „Fight Club“ ist mittlerweile Teil der Popkultur und ähnlich bekannt wie das Ende von „Psycho“ oder „The Sixth Sense“. Im Film selbst gibt es aber diverse Anspielungen darauf. Beispielsweise folgende: Tyler und der Erzähler haben denselben Koffer, wenn sie Bus fahren zahlt nur einer und gegen Ende, wenn sie einen Autounfall haben, kriecht der Erzähler aus der Fahrerseite des Autowracks heraus, obwohl er doch eigentlich der Beifahrer war.

Die achte und letzte Regel des Fight Club: Wer neu ist im Fight Club, muss kämpfen.

Helena Bonham Carter war nicht die erste Wahl für die Rolle der Marla. Courtney Love und Winona Ryder standen vor ihr auf der Besetzungsliste. Auch Edward Norton war nur die dritte Wahl. die Produzenten wollten lieber Russell Crowe oder ihn hier haben.

Edward Norton tat für „Fight Club“ etwas, was er eigentlich nie für einen Film tun wollte: der rauchte Zigaretten.

Sagt euch der Name Bill Mechanic etwas? Der gute Mann war Geschäftsführer der Filmabteilung von Fox und war dafür verantwortlich, dass das Studio in den 1990er Jahren diverse Hits und Mega-Blockbuster hatte. Er war eine große, treibende Kraft hinter Filmen wie „Stirb Langsam – Jetzt erst recht“, „Independence Day“ und dem absoluten Box-Office-Kracher „Titanic“. Dazu war er maßgeblich daran beteiligt, dass George Lucas sich an einer neuen „Star Wars“-Trilogie versuchte. Kurz: der Mann hat dem Konzern ordentlich Geld beschert und dazu auch noch Filme realisieren lassen, die den eher altmodischen Ruf von Fox etwas verbesserten (z.B. „William Shakespeares Romeo & Julia“ oder „Der schmale Grat“). Als Mechanic sich aber für die Verfilmung von „Fight Club“ einsetzte oder der Film bei seiner US-Kinoauswertung es nicht schafft sein Budget wieder einzuspielen, wurde Mechanic gefeuert. Ein Flop und schon raus? Gerüchte zu folge war es Fox-Oberboss Rupert Murdoch, der ihn feuerte. Murdoch, der als absolut erzreaktionär und konservativ gilt, war „Fight Club“ ein Dorn im Auge. Bill Mechanic arbeitet mittlerweile als Filmprofessor und Produzent. Er produzierte u.a. „Coraline“ und „Dark Water“.

Die Zusatzregel des Fight Club: Wenn im Kühlschrank ein Joghurt mit der Aufschrift "Tyler's Joghurt" steht, dann gehört dieser Joghurt auch Tyler - und niemanden sonst!


Habt ihr noch interessante Fakten zum Film oder wünscht ihr euch ein Faktenspecial zu einem anderen Werk? Schreibt es einfach in die Kommentare. Das nächste Faktenspecial folgt in Kürze. Welcher Film es sein wird? Hier zwei Infos: 28 Tage und nein, es wird nicht um einen Film mit Infizierten gehen. So, dass muss reichen. Jetzt noch viel Spaß mit dem Trailer zu „Fight Club“.

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