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Zwei 15-jährige Mädchen, beide mit Namen Colleen, arbeiten, um sich ihr Taschengeld aufzubessern, in einem kanadischen Supermarkt. Doch als das Böse über Kanada hereinbricht und somit die wichtigste Party im Leben der jungen Frau bedroht, schließen sie sich mit dem ominösen Guy Lapointe zusammen, um die Katastrophe zu verhindern.

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Kritik

Kevin Smith ("Chasing Amy") ist ein sympathischer Kerl. Nicht nur ist der Autor und Regisseur regelmäßig auf verschiedenen Film- und Comicmessen zu sehen, er treibt auch auf Youtube mit seinen Podcasts und Movienews-Shows sein erfolgreiches Unwesen. Smith ist ein echter Filmnerd, das wird auch bei seinen cineastischen Ausflügen immer wieder deutlich. Als Filmfan durch und durch sprühen Smiths Filme daher schon immer vor verschiedensten Referenzen und Dialogen, bei denen die Figuren meist über eben das reden, über das auch Smith in der Öffentlichkeit gerne spricht: Die eskapistischen Weiten des Films. Doch wo Smith in der Gunst seiner Fans auf Youtube steigt, sinkt er in der Gunst seiner Filmfans und der Kritiker, die Smith für seine jüngsten Filme immer wieder harsch zurechtstutzten. Ein Effekt, der sicher auch aus Smith filmischer Umorientierung resultiert. Zunächst wagte dieser nämlich einen Abstecher in die weiten des ernsten Psychothrillers ("Red State"), nun dringt er mit seiner so genannten True North-Trilogie in die Tiefen des Horrortrashs vor.

Es ist natürlich immer eine noble Sache, wenn ein Regisseur versucht sein cineastisches Schaffen über verschiedene Genres auszuweiten. Im Kern bleiben Smiths FIlme aber eigentlich immer gleich: Eine Filmreferenz jagt die nächste und eine nostalgische Verbeugung folgt auf die andere. Das war beim letztjährigen "Tusk" so und das ist auch bei der Quasi-Fortsetzung "Yoga Hosers" nicht anders. Das Problem: Außer diverse Referenzen und Zitate auf den Zuschauer abzufeuern, bietet Yoga Hosers dem erwartungsfreudigen Publikum herzlich wenig. Das führt dann dazu, dass der Mittelteil von Smiths True North-Trilogie sogar noch ideenloser an einem vorbeizieht, als der schon recht seichte "Tusk". 

Dabei fängt der Film noch relativ vielversprechend an. Man merkt den Darstellern und dem allgemeinen Vibe des Films sofort an, dass es sich bei Yoga Hosers um eine Herzensangelegenheit aller Beteilgten handelt. Man hat es hier nicht umsonst mit einem echten Familienprojekt zu tun, Hauptdarstellerinnen des Films sind Smiths Tochter Harley Quinn Smith und Johnny Depps Tochter Lily-Rose Melody Depp. Und das überträgt sich auch auf den Zuschauer, der dem Film das Herz, das hier drinnen versteckt liegt, sofort anmerkt. Yoga Hosers ist aus dem Grund stets ein sehr sympathischer Film. Und dennoch kein guter.

Zu oft wirkt der Film zusammenimprovisiert, ohne echten roten Faden oder stimmigen Rahmen. Die Witze des Films verkommen zum Großteil zu Rohrkrepierern und die Story um Nazi-Bratwürste und kanadische Satanisten funktioniert höchstens als witzige Idee. So stellt sich im Laufe der 88 Minuten des Films leider immer wieder Langweile ein, obwohl alle Beteiligten händeringend versuchen den Zuschauer bei der Stange zu halten. Johnny Depp ("Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln") kehrt als Guy Lapointe zurück und bekommt einen weit größeren Anteil am Film spendiert als noch in "Tusk", während auch Justin Long ("Veronica Mars"), Haley Joel Osment ("Zorniges Land") und Genesis Rodriguez ("Run all Night") zurückkehren dürfen (wenn auch alle in anderen Rollen). Und jeder von ihnen darf wilde (aber meist leere) Mono- und Dialoge abfeuern, um die Laufzeit des Films irgendwie auf Kinoformat zu strecken. So fühlt sich Yoga Hosers leider viel zu oft wie ein familiäres Homevideo an, bei dem Smith einfach mal die Kamera hat laufen lassen, ohne sich zu sehr darüber zu kümmern, was am Ende eigentlich herauskommt. Spaß beim Dreh hatte die Crew daher sicher, das Publikum bleibt dabei aber leider auf der Strecke. Schade, Kevin, das kannst du auf jeden Fall besser!

Fazit

Kevin Smith bleibt weiterhin ein fähiger, kreativer Regisseur, das kann er auch in den besten Momenten von "Yoga Hosers" unter Beweis stellen. Doch leider bleiben diese Momente rar. Smiths Mittelteil der True NorthTrilogie hat außer ein paar gelungenen Filmreferenzen und Cameoauftritten nicht viel zu bieten: zu schwach ist der Humor, zu ideenlose der dünne Rahmen. Referenzen und Cameos machen eben noch keinen guten Film.

Autor: Thomas Söcker

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